Foto: Isolde Ohlbaum

Jakub Sarwas

Der polnische Komponist Jakub Sarwas vertont das Theaterstück Bruno für die Oper

Uraufführungspreview: am Theater Osnabrück im Rahmen des Festivals für zeitgenössisches Theater vom 14. bis 16.9.2007



Bruno

Oper von Jakub Sarwas

nach dem Schauspiel von Wolfgang Hermann

Uraufführungspreview im Theater am Domhof / Probebühne In Kooperation mit der Opernwerkstatt III der Kammeroper Schloss Rheinsberg


Musikalische Leitung:

Hermann Bäumer


Inszenierung:

Nadja Loschky


Bühne und Kostüme:

Céline Leuchter, Claudia Warmer



Ein verstörter junger Mann wird nach 23 Jahren aus dem Keller seines Elternhauses befreit.

Befreit? Eigentlich war er gar nicht eingesperrt. Er wollte schlicht und ergreifend diesen Raum nicht verlassen. Sein einziger Zugang zur Außenwelt: der Fernseher. Brunos Eltern, eine Sozialarbeiterin, eine ehemalige Mitschülerin, ein Pfarrer und ein Polizist kommentieren das Schicksal des jungen Mannes und versuchen, ihn für ihre Zwecke zu manipulieren.


Doch dann erscheint ein Ausstellungsmacher und erkennt sofort: Bruno im Keller vor dem Fernseher ­ das ist konsequenteste Kunst. Bruno wird zum Medienereignis ­ doch er verweigert weiterhin die Kommunikation. Nur zwei Engel verstehen seine Sprache. Die im Festival uraufgeführten Szenen zeigen Brunos Eltern im Gespräch mit der Sozialarbeiterin, die um die Aufklärung des Sachverhalts bemüht ist, sowie Brunos Weg der Kommunikation mit einem der Engel.